Das im Rahmen des Programms Kulturerbe – Priorität 2 – Unterstützung von Maßnahmen im musealen Bereich umgesetzte Projekt „Konservierung von Inkunabeln aus dem Nationalen Bibliotheksbestand“ bezweckt die Sicherung und den Schutz der wertvollsten Inkunabeln, die teilweise aus den Sammlungen des zoologischen Kabinetts der Warschauer Königlichen Universität kommen, die als wenige nach dem Zeiten Weltkrieg unversehrt geblieben sind. Am Anfang bestand die Kollektion aus den Sammlungen des Freiherrn Sylwiusz Minckwitz und später hat die Familie Branicki dem Kabinett ihren Schutz angedeihen lassen, indem sie das private Museum geschaffen hat, wodurch die Sammlungen vor der Ausfuhr in die Tiefe Russlands geschützt wurden. Zahlreiche Werke, die zu dieser Sammlung gehörten, können sich einer prachtvollen Bildgestaltung, reichen Verzierung und eines schönen Einbandes rühmen. In der Gruppe der zur Renovierung bestimmten Bücher gibt es Publikationen, die als Klassik der polnischen Naturliteratur gelten und von u.a. Pflanzen, Tieren, Anatomie, Reitsport handeln, die Werke des Priesters, unter denen „Zoologia czyli zwięrzetopismo dla Szkól Narodowych“ Krzysztof Klukas aus dem Jahre 1789 als das erste Lehrbuch für Zoologie d.h. „Pflanzenlexikon“ gilt, wo 1.536 Pflanzenarten aus dem Inland und Ausland, geordnet in alphabetischer Reihenfolge der Namen aus dem Polnischen und Lateinischen, beschrieben wurden sowie das vierbändige Werk unter dem Titel „Zwierząt domowych i dzikich, osobliwie kraiowych, potrzebnych i pożytecznych, domowych, chowanie, rozmnożenie, chorób leczenie, dzikich łowienie, oswoienie, zażycie, szkodliwych zaś wygubienie“, das in den Jahren 1779-1780 erschien, bildete die erste Synthese der Landesfauna und fungierte lange Zeit als Lehrbuch in diesem Bereich.

Besondere Aufmerksamkeit gebührt dabei auch dem reich illustrierten Buch über Nutzpflanzen eines der berühmtesten polnischen Kräutersammler Szymon Syreński unter dem Titel „„Zielnik herbarzem z języka łacińskiego zowią […]” aus dem Jahre 1613, das als ein klassisches Botanikwerk aus der Zeit der polnischen Renaissance gilt. Die gewährte finanzielle Unterstützung wurde für das kostspieligste Unternehmen d.h. Konservierung und Renovierung der einzigartigen Inkunabeln zum Schutz vor weiterer Vernichtung bestimmt. Der kompletten Konservierung wurden 27 Objekte, die bisher im Hinblick auf den schlechten Erhaltungszustand nicht zur Verfügung gestellt wurden, unterzogen. In einem nächsten Schritt erfolgte die Digitalisierung, die es ermöglichte, diese Objekte mehreren Lesern zugänglich zu machen und sie durch digitale Archivierung für weitere Generationen zu sichern. Dank Geldmitteln, die uns im Rahmen des Projekts gewährt wurden, haben diese äußerst seltenen und einzigartigen Sammlungen, die in Folge des natürlichen Alterungsprozesses ständig der Vernichtung ausgesetzt werden und ein Kulturerbe für die Menschheit bilden, eine Chance, diese „Zeitprobe“ zu bestehen und den zukünftigen Forschern dienen.


Ministry of Culture and National Heritage of the Republic of Poland

Projekt współfinansowany ze środków Ministerstwa Kultury i Dziedzictwa Narodowego w ramach programu Dziedzictwo kulturowe – Priorytet 2 – Wspieranie działań muzealnych


Patronat medialny

biolog.pl

Digitalizacja

Piotr Bułhak

Pracownia Skanowania, Muzeum i Instytut Zoologii PAN

Fundacja Natura optima dux